Hätten Sie's gewusst?

  • Veröffentlicht am: 16. Mai 2011 - 19:20
Symbol eines stillgelegten Werkes: Kali und Salz in Hänigsen/Riedel

Ohne die Grünen und die Bürgerinitiative Umwelt Uetze gäbe es in Hänigsen Riedel jetzt eine Untertagedeponie für besonders überwachungsbedürftige Abfälle.

Als Anfang der 1990er Jahre geplant wurde, in die unterirdischen Hohlräume des ehemaligen Bergwerkes Hänigsen Riedel Giftmüll einzulagern, waren alle im Rat der Gemeinde Uetze vertretenen Parteien dafür. Die Grünen waren damals nicht im Rat vertreten.

Die Bürgerinitiative Umwelt Uetze informierte und protestierte gegen dieses Vorhaben und machte mit mehreren Aktionen die Bürger/innen auf das Thema aufmerksam, so dass der Widerstand in der Bevölkerung wuchs.

Das Bergwerk war als Untertagedeponie nicht geeignet. Durch das schwere Explosionsunglück von 1946 und die immer noch erheblichen Rüstungsaltlasten sowie den Laugeneinbruch besaß es nicht mehr die geforderte Integrität.

Die Grünen konnten dann bei der Kommunalwahl 1996 zwei Sitze im Rat gewinnen und die SPD zu einer Kehrtwende bewegen. Georg Beu und Martin Klages machten zur Bedingung für eine Zusammenarbeit mit der SPD, dass diese sich auch gegen die Untertagedeponie entscheidet.

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