Christian Meyer in Uetze

  • Veröffentlicht am: 9. September 2013 - 13:40
Christian Meyer, Georg und Arifé überarbeitete Bildversion[1].jpg

Christian stand im Freibad in Hänigsen bei „Ministerwetter“ für alle Fragen rund um Landwirtschaft und VerbraucherInnenschutz zur Verfügung. Der Förderverein des Freibades und die Uetzer Grünen hatten alles perfekt vorbereitet: Die Stimmung war prima und Christian hat wie immer überzeugt :)

An der Biogasanlage am Celler Weg wurde Christian von den Uetzer Grünen, Georg Beu und Arifé Akcam-Hytrek, begrüßt. Georg schilderte die Entwicklung der Anlage. die seit drei Jahren in Betrieb ist. Anschließend erklärte der Geschäftsführer der Natur-Energie Kuhlenberg GmbH, Alexander Blarr den Prozessablauf der Anlage mit ihren technischen Details.

Etwa 35 % der Gasanlage werden mit Gülle befüllt, die restlichen Mengen teilen sich je zur Hälfte Mais sowie weitere Grünlandpflanzen. Insgesamt drei Blockheizkraftwerke werden mit Biogas betrieben. Eines auf der Anlage selbst, ein weiteres nahe der Firma Köttermann und das dritte auf der Hofstelle Schmidt, Alte Bahnhofstraße. Letzteres versorgt die nahe liegende Grundschule, die Ballspielhalle, den Kindergarten am Storchennest und im Sommer das Freibad mit Wärme.

Blarr beklagte, dass trotz entgeldloser Lieferung von Wärme an die Gemeinde Uetze, seine Betreibergesellschaft Umsatzsteuer in nicht unerheblicher Höhe zahlen soll, obwohl kein Umsatz anfällt. Damit könnte das Gesellschaftsunternehmen in Schieflage geraten. Christian versprach, sich in dieser Sache einzuschalten.

Ein weiterer Termin fand auf dem weitläufigen Gelände des Genossenschaftsbades Hänigsen statt. Der Genossenschaftsvorsitzende, Rainer Lindenberg, empfing uns unter schattenspendenden Laubbäumen. Die ca. 30 ZuhörerInnen hatten es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht. Herr Lindenberg berichtete von den Anfängen des Genossenschaftsbades und den folgenden erfolgreichen Jahren. Die kostenlose Beheizung des Schwimmbades hat zu einer deutlichen Zunahme der BesucherInnen geführt. Inzwischen kommen selbst Gäste aus den umliegenden Orten, obwohl diese über Freibäder verfügen. Weit und breit gibt es kein besser beheiztes Bad. Ein gut eingespieltes Team von ehrenamtlichen HelferInnen sorgt für den reibungslosen Ablauf des Badebetriebes und die Pflege der Anlage. Die Gemeinde Uetze hat in den zurückliegenden drei Jahren durch die Privatisierung der beiden Bäder in Hänigsen und Uetze ca. 1 Million EURO gespart.

Fragen der ZuhörerInnen kamen unter anderem zum immensen Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Christian berichtete, dass allein im Postleitzahlbereich 49 mehr als 500 von bundesweit jährlich ausgegebenen 1.700 Tonnen von Mästern verbraucht werden. Das führt zu Resistenzen bei Menschen. „Die Verwendung müsse deutlich reduziert werden damit das Arzneimittel in Falle der Anwendung auch bei kranken Menschen wirkt“. Ein gerade beschlossenes Gesetzespaket, das Anfang 2014 in Kraft treten soll, wird mehr Transparenz schaffen und den Behörden eine konsequentere Ahndung von Verstößen ermöglichen.